Meeting of the Waters

Schifffahrt über den Rio Negro

Der Rio Negro (portugiesisch und spanisch ’schwarzer Fluss‘) ist der zweitgrößte Nebenfluss der Welt. Sein Wasser schimmert an den tiefen Stellen schwarz, in seichten Gewässern glänzt das Wasser dagegen blutrot. Soweit wir wissen liegt das an kleinen Algen. Eine Besonderheit des Rio Negros ist, dass es durch die Nährstoffarmut im Wasser kaum Mückenlarven gibt. Auf dem Weg zum ‚Meeting of the Waters‘ fuhren wir den Rio Negro entlang.


Meeting of the Waters / Encontro das Aguas

Eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten im Amazonasgebiet ist das ‚Aufeinandertreffen der zwei Flüsse‘: Amazonas und Rio Negro. Dem Besucher bietet sich ein beeindruckendes Naturschauspiel, indem sich eine kilometerlange, sehr kontraststarke Linie auf dem Wasser entlang zieht. Während der Amazonas in lehmfarbenen braun leuchtet, setzt sich der Rio Negro mit seinen dunklen Fluten deutlich dagegen ab. Ehe sich das Wasser wieder zu einer Masse vermischt und der Fluss wieder eine einheitliche Farbe aufweist, fließen die Wassermassen 11 Kilometer nebeneinander her. Info am Rande: anders, als man es von vielen Gewässern kennt, ist der Rio Negro, wie auch der Amazonas relativ geruchsarm.


Besuch einer der größten Seerosen der Welt

Nachdem sich der Amazonas schließlich mit dem Rio Negro zu einem Fluss vereint hatte, machten wir Pause an einem Bootsrestaurant, von wo aus ein hölzerner Steg in den Dschungel hinein zu einer kleinen Aussichtsplattform führte. Dort bekamen wir die Amazonas-Riesenseerose zu sehen- eine der zwei größten Seerosenarten weltweit. Der Durchmesser eines Blattes kann bis zu 3 Meter betragen. Außerdem kann so ein Blatt zwischen 60 und 80 Kilogramm Gewicht aushalten. Wenn die Seerose blüht, ist sie in der ersten Nacht weiß, in der zweiten Nacht färbt sie sich rosa. Leider hatten wir die Blütezeit verpasst, welche von Juli bis Oktober variieren kann.

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